Pfarrkirche St. Stephan
St. Stephan ist die älteste katholische Pfarrkirche in Karlsruhe. Im ursprünglich evangelischen Karlsruhe wurden die Katholiken im 18. Jahrhundert von Patres aus Bruchsal betreut; dafür stand ihnen am Zirkel ein Bethaus zur Verfügung.
Erst 1804 wurde eine eigene katholische Pfarrei errichtet. Vier Jahre später wurde am heutigen Ort der Grundstein gelegt, 1814 am Stephanstag wurde die erste katholische Kirche in Karlsruhe eingeweiht. Patron ist der Heilige Stephanus in Anerkennung der Verdienste von Prinzessin Stephanie, einer Adoptivtocher Napoleons. Sie hatte nach Baden geheiratet und sich als Katholikin der katholischen Gemeinde angeschlossen.
Der Bau wurde von Friedrich Weinbrenner konzipiert. Zwischen Grundsteinlegung und Einweihung gab es zwischen ihm und der Kirchengemeinde teils heftige Auseinandersetzungen um die Pläne. Im Laufe der fast zweihundertjährigen Geschichte hat die Kirche mehrere Renovationen und Umbauten erfahren, die die Wirkung z.T. stark verändert haben. Der heutige Zustand nach der Außensanierung von 1999 bis 2005 entspricht von der Idee her der Vorstellung Weinbrenners, mit dem Unterschied, dass er die Kirche verputzt hätte.
1963 hat Emil Wachter für die Nordseite hinter dem Altar drei große Wandteppiche geschaffen, die das Leben und Sterben des Hl. Stephanus in den Zusammenhang der ganzen Heilsgeschichte zwischen Schöpfung und himmlischem Jerusalem stellt.
Von Emil Sutor stammt der Kreuzweg und die Reliefs an den Seitenaltären.
Das Geläut verfügt über 12 Glocken. Kenner meinen, es sei eines der schönsten in der Erzdiözese.
Seit 2006 laufen die Planungen für eine Sanierung und Neugestaltung der Stephanskirche.

