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Sr. M. Filonila in Chile verstorben

Am 09. September 2010 verstarb Sr. M. Filonila. Sie stammt aus der Liebfrauengemeinde und war seit 1950 in Chile tätig.
Sr. M. Filonila in Chile verstorben

Sr. Filonila

Genau 60 Jahre wirkte und lebte Sr. Filonila in Chile; aber den Kontakt zur Heimatpfarrei hielt sie, solange sie schreiben konnte, intensiv aufrecht. Sie schickte regelmäßig Briefe an ihre geliebte Südstadt – oft mit vielen Bildern, die von Missionsschülern gemalt wurden und die Schönheit Chiles zeigten. Sr. Filonila stammt aus der Südstadt. Am 14.12.1915 in Karlsruhe als Maria Fetterer geboren, trat sie im März 1935 in den Orden in Gengenbach ein. Am 11. Oktober 1939 legte sie ihre Profess ab, danach wirkte sie bis 1947 in Rippoldsau und von 1948 bis 1950 in Blumberg, jeweils als Seelsorghilfe.

Am 04. August 1950 wurde sie in die Mission nach Chile ausgesandt. Lassen wir Sr. Filonila selbst sprechen: „’Sende mich als Arbeiterin in deinen Weinberg und führe mich mit deiner Wunderkraft an deiner Rechten’, so sangen wir dem Herrn vor dem Altare stehend. Geistl. Rat Haungs und mehrere Südstädtler begleiteten meine Angehörigen zu diesem Abschied, und am gleichen Nachmittag fuhren wir sieben Missionarinnen im Nachtzug nach Hamburg.“ Sr. Filonila wirkte von 1951 bis 1990 in der Missionsschule in Villarrica, die sie über viele Jahre leitete, und seit 1990 in Padre Hurtado. Von 1969 bis 1991 gab es in der Südstadt eine Hilfsaktion für Chile, bei der viele dort notwendige Hilfsgüter gesammelt und nach Chile in Containern geschickt wurden. Die Container wurden teilweise von der Pfarrei gekauft, so dass sie in Chile anschließend als Wohncontainer dienen konnten.

Gut erkennt man ihren Bezug zur Heimatpfarrei, wenn sie schrieb: „Meine Heimatgemeinde in Karlsruhe-Süd und … sind mir helfend zur Seite gestanden.“ Oder: „…und immer freue ich mich über den Pfarrbrief, der … mich mit der Liebfrauengemeinde mitleben lässt. Das Canisiushaus war auch für mich ein wirkliches Heimatgeschenk und ich habe darin gelebt, gewirkt, gesungen im Kreise der Jugendgruppe in meiner Kinder- und Jugendzeit.“ (Brief vom 22.08.1997) Ihren letzten Brief an die Pfarrei konnte Sr. Filonila am 27. April 2002 schreiben. Am 22.08.2003 berichtete eine Mitschwester, dass Sr. Filonila nicht mehr schreiben könne und es „mit dem Gedächtnis auch bergab gehe“. 2004 schrieb Sr. Ernestina aus Pucon, Chile, wo Sr. Filonila ihre letzten Lebensjahre verbrachte, dass sie ein Pflegefall geworden sei uns den ganzen Tag bete und singe. In den letzten Jahren musste sie viel leiden und lebte dement in ihrer eigenen Welt.

Gedenken wir ihrer im Gebet!