Eine Wallfahrt oder wie man richtig surft
Wir, die Firmanden, nahmen am Freitag den 15.07.2011 an der Gemeindewallfahrt teil.
Wir trafen uns vor der Kirche Unserer Lieben Frau und sangen zuerst mit einer Gruppe, die sich mit der Straßenbahn auf den Weg machen wollte, ein Lied.
Zudem erhielt jeder Wallfahrer eine Tüte mit Dingen, die man auf dem Weg brauchen könnte. Neben einem Bleistift, einer Bildkarte und dem Liedblatt für unseren Weg, enthielt diese auch einen Schokoriegel, ein Pflaster und Taschentücher.
Ziel unserer Wallfahrt war die Kapelle am Silberstreifen, von der uns 11km mit dem Fahrrad trennten.
Der Weg führte uns über die Felder bei Rüppurr sowie ein Stück durch den Wald.
In unserer ersten Pause an der Alb machten wir eine Wahrnehmungsübung, damit wir Abstand vom zurückliegenden Tag gewinnen konnten.
Wir achteten sehr genau auf die Geräusche. Der Kontrast zwischen Stadtlärm und den Geräuschen aus der Natur war sehr schön.
Zum Glück regnete es nicht und wir kamen trotz verschiedener Tempovorstellungen gut voran.
In unserer zweiten Pause bekamen wir 4 Psalmverse. Wir sollten denjenigen, der uns am meisten zusagte auswendig lernen und uns auf dem nächsten Wegstück immer wieder vorsagen.
Den nächsten Wegabschnitt legten wir schweigend zurück.
Die Athmosphäre im Wald war eine ganz besondere, während wir alle nachdachten bzw. unseren Psalm im Kopf wiederholten.
In unserer dritten Pause beteten wir noch einen weiteren Psalm.
An der Kapelle angekommen, trafen wir die anderen Gruppen, die entweder mit der Straßenbahn oder zu Fuß gekommen waren, um mit ihnen einen Wortgottesdienst zu feiern.
In diesem tauschten wir uns auch mit den anderen Gruppen über unsere Erfahrungen auf dem Weg aus.
Dies war sehr interessant, da wir unsere Gesprächspartner oft gar nicht kannten, aber die meisten doch ähnliches vom Weg mitgenommen hatten.
Zudem fand ich die zum Teil sehr persönlichen Fürbitten, die laut ausgesprochen wurden und für die eine Kerze angezündet wurde, sehr berührend.
Nach dem Gottesdienst brach die Gemeinde in ein Restaurant auf und wir Firmanden setzten uns an den benachbarten Epplesee, um zu picknickten.
Einige schossen viele Fotos im Sonnenuntergang und einige gingen mit den Füßen ins Wasser.
Das Beste war allerdings einem Windsurfer zuzuschauen, der versuchte sein Segel in den Wind aufzurichten.
Dies gelang ihm allerdings nicht wirklich und so musste er sich ein paar Tipps vom Ufer anhören…
Auch wenn wir vom Wallfahren nur einen sehr kurzen Eindruck bekamen, der sich nicht mit den Eindrücken auf einer mehrtägigen oder sogar mehrwöchigen Wallfahrt vergleichen lässt, war es doch eine sehr interessante Erfahrung und den Abend am See haben wir alle sehr genossen.
Gegen 21.30 Uhr kamen wir von Stürzen oder anderen Problemen verschont wieder in der Südstadt an.

