Kollektion Nachrichten Partnerschaften
Ein Bischof auf Reisen
Unter http://blog.dbk.de können wir seine Gedanken mitverfolgen.
Wie viele Brote habt ihr?
Gemeindereferentin Gertrud Beathalter berichtet von den Gottesdiensten:
„Die vorgeschlagene Liturgie zum diesjährigen Weltgebetstag war durchweg ansprechend und inspirierend gestaltet. Durch sie hindurch waren die Kraft und das tiefe Vertrauen der chilenischen Frauen im Glauben an Gott erfahrbar.
Wir durften uns bewusst machen, dass die Frage: „Wie viele Brote habt ihr?“ von den chilenischen Frauen ganz praktisch gedacht ist. Was kann jede/r von sich geben? Aus der Haltung, dass jede/r etwas zu geben hat, leben und handeln die Frauen, sind solidarisch und kämpfen gemeinsam um ein besseres Leben.
Diese Frage beschäftigte auch uns, traf uns mitten ins Herz. Und wir durften eine Vielzahl von Broten und Gaben in der Gottesdienstgruppe am Freitagabend sammeln. Die Lesung vom Teilen der Witwe von Sarepta (1 Könige 17,8-16) kann uns alle anregen zu teilen, auch wenn es noch so wenig ist. Denn aus wenig kann viel werden, so die Botschaft aus diesem Text. Beeindruckend war die spielerische Darstellung der Lesung, wie das Wort Gottes, durch ein blaues Tuch symbolisiert, sowohl von der Witwe als auch von Elija aufgenommen wurde.
Ansprechend und uns anrührend war auch der Segen, den wir uns paarweise mit Gesten zusagten: Gott segne dich, Gott schütze dich, Gott gebe dir Frieden.
Die Gottesdienste zum ökumenischen Weltgebetstag sind immer wieder ein Erlebnis und ich kann nur alle Interessierten einladen (nicht nur Frauen), sich den ersten Freitag im Monat März vorzumerken.“
Sr. M. Filonila in Chile verstorben
Genau 60 Jahre wirkte und lebte Sr. Filonila in Chile; aber den Kontakt zur Heimatpfarrei hielt sie, solange sie schreiben konnte, intensiv aufrecht. Sie schickte regelmäßig Briefe an ihre geliebte Südstadt – oft mit vielen Bildern, die von Missionsschülern gemalt wurden und die Schönheit Chiles zeigten. Sr. Filonila stammt aus der Südstadt. Am 14.12.1915 in Karlsruhe als Maria Fetterer geboren, trat sie im März 1935 in den Orden in Gengenbach ein. Am 11. Oktober 1939 legte sie ihre Profess ab, danach wirkte sie bis 1947 in Rippoldsau und von 1948 bis 1950 in Blumberg, jeweils als Seelsorghilfe.
Am 04. August 1950 wurde sie in die Mission nach Chile ausgesandt. Lassen wir Sr. Filonila selbst sprechen: „’Sende mich als Arbeiterin in deinen Weinberg und führe mich mit deiner Wunderkraft an deiner Rechten’, so sangen wir dem Herrn vor dem Altare stehend. Geistl. Rat Haungs und mehrere Südstädtler begleiteten meine Angehörigen zu diesem Abschied, und am gleichen Nachmittag fuhren wir sieben Missionarinnen im Nachtzug nach Hamburg.“ Sr. Filonila wirkte von 1951 bis 1990 in der Missionsschule in Villarrica, die sie über viele Jahre leitete, und seit 1990 in Padre Hurtado. Von 1969 bis 1991 gab es in der Südstadt eine Hilfsaktion für Chile, bei der viele dort notwendige Hilfsgüter gesammelt und nach Chile in Containern geschickt wurden. Die Container wurden teilweise von der Pfarrei gekauft, so dass sie in Chile anschließend als Wohncontainer dienen konnten.
Gut erkennt man ihren Bezug zur Heimatpfarrei, wenn sie schrieb: „Meine Heimatgemeinde in Karlsruhe-Süd und … sind mir helfend zur Seite gestanden.“ Oder: „…und immer freue ich mich über den Pfarrbrief, der … mich mit der Liebfrauengemeinde mitleben lässt. Das Canisiushaus war auch für mich ein wirkliches Heimatgeschenk und ich habe darin gelebt, gewirkt, gesungen im Kreise der Jugendgruppe in meiner Kinder- und Jugendzeit.“ (Brief vom 22.08.1997) Ihren letzten Brief an die Pfarrei konnte Sr. Filonila am 27. April 2002 schreiben. Am 22.08.2003 berichtete eine Mitschwester, dass Sr. Filonila nicht mehr schreiben könne und es „mit dem Gedächtnis auch bergab gehe“. 2004 schrieb Sr. Ernestina aus Pucon, Chile, wo Sr. Filonila ihre letzten Lebensjahre verbrachte, dass sie ein Pflegefall geworden sei uns den ganzen Tag bete und singe. In den letzten Jahren musste sie viel leiden und lebte dement in ihrer eigenen Welt.
"Brillenweltweit"
Rund 30 Helfer sichten gesammelte Brillen, reinigen sie, bestimmen die Dioptrien und vermerken sie auf den Brillen. Der Versand erfolgt in unscheinbaren Paketen in die Entwicklungsländer. Dies hat sich bewährt, damit die Brillen auch dort ankommen, wo sie hin sollen. Zu Menschen, deren Zukunftsaussichten buchstäblich grau in grau sind.
Für Karlsruhe wurde eine Sammelstelle im „kirchenfenster“, dem Info- und Gesprächsladen direkt an der Kirche St. Stephan, eingerichtet. Angenommen werden Brillen, Hörgeräte und Zahngold.
Durch Ihre Spende einer alten Brille, die zuhause zu nichts mehr dient, helfen Sie einem sehbehinderten Armen aus seiner Tristesse und Einsamkeit heraus, damit er sich in Familie, Beruf und Gesellschaft wieder zurechtfinden und sein Leben mit Zuversicht und Freude genießen kann. Auch wenn Sie keine Brillen abzugeben haben, können Sie durch eine Geldspende helfen, die Versandkosten der Pakete zu decken.
Ansprechpartner vor Ort ist der Sakristan von St. Stephan, Achim Kaltwasser. Auch außerhalb der Öffnungszeiten des kirchenfensters können Brillen nach den Gottesdiensten direkt in der Sakristei abgegeben werden.
Gottes Schöpfung bewahren
Wer von uns denkt beim Griff zum Lichtschalter, an den Heizkörper oder an den Zapfhahn daran, unter welchen Umständen in fernen Ländern Erdöl, Erdgas, Kohle oder Uran abgebaut werden? Wir nutzen die Energien, die uns in Gottes Schöpfung (noch) reich zur Verfügung stehen, ohne dass wir selbst mühsam aus ihren Quellen schöpfen müssten.
Unter dem Leitwort „ Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können“ lädt MISEREOR in der Fastenaktion 2010 dazu ein, die ganze Welt als Schöpfung Gottes in den Blick, in die Hand – und ins Gebet – zu nehmen.
Gottesdienste am 20.3.2010 um 17:30 in St. Stephan und
am
21.3.2010 um
10:15 in Unserer Lieben Frau
Schwere Überschwemmungen
Unser Kontaktmann, Richar, schreibt per Mail:
"Diese Woche gab es gleich mehrere Naturkatastrophen im ganzen Gebiet um Cusco. Der Fluss hat zwei Kilometer der Straße unterhalb von Limatambo weggerissen, es gibt keine Möglichkeit, nach Mollepata zu kommen. Am Sonntag (24.1.) hat es angefangen, Tag und Nacht zu regnen und das Wasser hat Häuser, Hütten und alles, was sich ihm in den Weg stellte, weggerissen; ebenso Brücken, mehrere Ortschaften sind von der Umgebung abgeschnitten. Die Padres versuchen, den Menschen zu helfen und sie zu beruhigen; gegen die Naturgewalten kann man nichts machen.
Bei Cusco sind ganze Dörfer verschwunden, denn die Häuser sind aus Lehmsteinen gebaut. Wenn die einmal durchnässt sind, fallen sie zusammen. In dieser Woche fiel der Unterricht aus, weil es weder Strom noch Wasser oder Abwasser gibt. Hoffentlich schickt die Regierung in Lima bald Hilfe; sie haben Cusco für die nächsten 60 Tage schon zum Katastrophengebiet erklärt. Derzeit ist alles gelähmt. Viele Familien haben alles verloren, ihnen ist nur die Kleidung geblieben, die sie am Leib getragen haben, die Häuser sind zerstört."
Zwei Tage später erreichte uns diese Mail:
"In Limatambo haben viele Familien alles verloren, ihre Häuser wurden vom Fluss weggerissen und jetzt leben sie in Zelten, die sie von der Stadtverwaltung oder anderen Institutionen bekommen haben. Sie haben ihre Tiere verloren, da wo vorher die Häuser standen, gibt es jetzt nichts mehr. Viele haben nichts zu essen, sie müssen versorgt werden. Die Pfarrei hilft hier so gut sie kann und verteilt Lebensmittel an viele Familien. Derzeit haben wir keinen Kontakt nach Mollepata, da die Straße zerstört ist und es kein Durchkommen gibt. Wir wissen nicht, wie lange das noch dauert. Wir wissen nur, dass sie sich von den Vorräten ernähren, die im Dorf sind, aber es dauert schon seit dem 24. Januar, dass sie isoliert sind, ebenso wie andere Ortschaften (Coyllor, Sondorf, Colpajata, Misquiyacu, etc.)."
Wir haben als Soforthilfe eine Überweisung aus den Rücklagen der Pfarrei getätigt und werden in der Citymesse am 10. Februar eine Sonderkollekte halten.
Impressionen vom Pfarrfest
Muchas gracias de todo - danke für alles
Partnerschaft weitet den Blick , lässt viel Neues entdecken, stärkt die Verbundenheit über Grenzen hinweg, bereichert - und so war die Dankbarkeit groß am Ende des Besuchs sowohl bei uns als auch bei den Gästen.
"Was sind denn eure Eindrücke von Karlsruhe? Was ist anders bei uns? Wie erlebt ihr unser Gemeindeleben?" So wurden sie oft gefragt, Padre Victor und Richar, beim Sonntagscafé, beim Sommerfest , beim offenen Gesprächsabend und in den zahlreichen Gruppen der Gemeinde, die sie kennen gelernt haben. "Ihr seid sehr pünktlich. Alles ist gut geplant und durchstrukturiert. Es gibt so viele Laien und Ehrenamtliche, die mitarbeiten. Im Gottesdienst singen viele mit.....
Das ist anders in Peru. Und sie erzählen, wie sie ohne Terminkalender leben, weil immer das gemacht wird, was gerade dran ist. Da ist die große Aufgabe für die 23 Kinder im Pfarrhaus und im Schwesternhaus zu sorgen, ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen und ein Zuhause zu geben. da sind die Fahrten durch unwegsames Gelände in die abgelegenen Siedlungen, um zu taufen, zu trauen, Gottesdienst zu feiern und Beichte zu hören. Da sind die vielen Menschen aus Mollepata und Limatambo, die ins Pfarrhaus kommen und Hilfe brauchen in den unterschiedlichsten Lebenslagen. Da regnet es durchs Dach des Aufenthaltsraumes und der Gaskocher in der kleinen Küche, die dringend mal renoviert werden müßte, funktioniert wieder mal nicht. Da sind endlich die Toiletten frisch gemacht, aber die Türen fehlen noch.
Und da sind die Gottesdienste, die jeden Tag gefeiert werden, jeden Freitag wird für Menschen in unserer Seelsorgeeinheit und für die Anliegen der Partnerschaft gebetet. Eine Orgel gibt es nicht und auch kein "Gotteslob", deshalb ist das Mitsingen schwierig. Padre Victor träumt von einem eigenen Fotokopiergerät im Pfarrbüro, damit man ab und zu mal ein Lied oder Arbeitsmaterial für die Erstkommunion- und Firmkatechese kopieren kann.
Übrigens Altersheime gibt es nur vereinzelt in den großen Städten in Peru, in Limatambo und Mollepata leben die alten und kranken Menschen in ihren Familien oder die Nachbarn schauen mal nach ihnen. Deshalb haben Richar und Victor sehr gestaunt, als wir zusammen mit einer Gruppe unserer Firmanden das Annahaus und auch das Elisabethenhaus besucht haben.
Beim Abschied fehlten die Worte, die Eindrücke waren so überwältigend. Vieles haben wir von einander gelernt und die Dankbarkeit war groß. Muchas gracias por todo!
Bien Venidos, Padre Victor y Richar
Für die nächsten 10 Tage haben sie Quartier im Pfarrhaus St. Stephan bezogen und werden immer wieder in verschiedenen Gruppierungen der Seelsorgeeinheit auftauchen. sie werden mit uns leben, Gottesdienst feiern und auch von der Situation in Peru erzählen.
Beim Sommerfest in St. Stephan am 12. Juli zeigen sie um 14.00 Uhr im Stephanssaal Bilder von den Kindern im Internat in Limatambo und vom Leben der Menschen in den vielen kleinen Siedlungen im Hochland, die zum Pfarrgebiet von Padre Victor gehören.
Am 13. Juli feiern wir mit einem offenen Gesprächsabend um 19.00 Uhr im Schofersaal Abschied, auch wieder mit Informationen, Musik und Begegnung.
Kommen Sie dazu und sprechen Sie unsere Gäste an, Verständigung klappt auch mit Händen und Füßen.
25 Jahre - Verbo Incarnado
Die letzte Email von Richar erreicht uns aus Arequipa. Dort feiern die Padres und Schwestern und einige Kinder und Jugendliche aus dem Internat das 25jährige Bestehen des Ordens. "Verbo Incarnado" - angelehnt an den Prolog des Johannes-Evangeliums "...und das Wort ist Fleisch geworden" wurde 1984 in Argentinien gegründet. Inzwischen gibt es in allen Erdteilen kleine Kongregationen, die sich insbesondere die Sorge um benachteiligte Kinder und Jugendliche zur Aufgabe gemacht haben, so auch in Limatambo. Das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft in Peru ist in Arequipa.
Inzwischen ist auch unsere Einladung zu unserem Sommerfest anlässlich des 20jährigen Bestehens unserer Partnerschaft in Limatambo angekommen, so dass Padre Victor und Richar das Visum für ihren Besuch im Juli bei uns beantragen konnten.
Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen.
Nachricht aus Jekaterinburg
Sehr geehrter Herr Stefan Zwingmann,
es hat mich
sehr gefreut eine Mail von Ihnen zu bekommen. Leider antworte ich erst jetzt,
ich war unterwegs.
Ich bin seit Mai Pfarrer in Ekaterinburg, vorher war ich 18 Jahre Pfarrer in Tomsk. Die Situation ist für mich hier ganz neu. Und es freut mich sehr, dass es Kontakte gibt mit einer deutschen Gemeinde. Ich hoffe, dass wir auch weiter in Verbindung bleiben können.
Ich wünsche Ihnen eine schöne und segensreiche Weihnachtszeit. Viele herzliche Grüße an Ihren Pfarrer und Ihre Gemeinde.
Im Gebet verbunden
Ihr Anton Gsell
Pfarrer
Viel los in Mollepata und Limatambo
Ein neues Email von Richar ist angekommen mit den Neuigkeiten aus unserer Partnergemeinde:
Anfang Oktober besuchten Padre Manuel und Madre La Mar mit einigen Jugendlichen aus dem Internat San Francisco, die am weitesten entfernte Gemeinde, die auch noch zur Pfarrei Mollepata gehört, nur zu Fuß zu erreichen durch unwegsames Gelände. 24 Stunden waren sie unterwegs, nur einmal im Jahr kommen sie dort hin. Dann wird natürlich gefeiert: Taufen, Hochzeiten, Gemeindefest, Gottesdienste, Beichte und was sonst noch so alles ansteht.
Mitte Oktober gab es die Kinder- und Jugendtage, die die Pfarrei Limatambo für alle Schüler des örtlichen Colegio organisiert mit sportlichen Wettbewerben, Spielen, aber auch Rosenkranzgebet und Messfeiern. 3 Tage lang trafen sich 200-300 Kinder- und Jugendliche - eine schöne Abwechslung in dem sonst schwierigen Alltag.
Dann wurde Estkommunion gefeiert in Pampaconga am 22. Oktober und am 30. Oktober ist Firmung in Limatambo. Da kommt der Bischof aus Cusco Monsignore Antonio Ugarte.
Padre Victor, der neue Pfarrer, denkt an jedem Freitag im Gemeindegottesdienst besonders an uns und schließt unsere Gemeinde ins fürbittende Gebet ein - ein sehr schönes Zeichen der Verbundenheit im gemeinsamen Glauben.
Neuer Pfarrer in Limatambo
Kaum aus den Sommerferien zurückgekehrt erreicht uns die Nachricht: Padre Alfredo ist nach nur zwei Jahren von seiner Ordensleitung nach Phoenix, Arizona versetzt, wo er ab September zwei neue Gemeinden leitet. Er bedankt sich von Herzen für unsere materielle Unterstützung und für die bewegenden Begegnungen während des Besuchs einer Gruppe von St. Stephan im Sommer 2007. "Siempre rezaré por toda vuestra comunidad y estaremos unidos por el carino - Ich werde immer für Ihre ganze Gemeinde beten, wir werden freundschaftlich verbunden bleiben" schreibt er vom Flughafen Lima kurz vor seinem Abflug in die USA.
Gleichzeitig wurde auch Padre Nicacio, der schon viele Jahre in Limatambo gelebt und gearbeitet hat, dringend in der Gemeinde Cotahuasi in Arequipa gebraucht, so dass auch er Limatambo verlassen hat. Eine nicht so leichte Situation für die Mädchen und Jungen im Internat , die zwei Bezugspersonen verlieren.
Aber inzwischen ist Padre Victor als neuer Pfarrer gut angekommen. Er ist Peruaner und stammt aus Arequipa. Mit großem Engagement und viel Freude hat er seine Arbeit aufgenommen und ist schon in den Gruppen der Gemeinden und auf den Dörfern unterwegs, um alles kennenzulernen.
Am 30. August , dem Gedenktag der Hl. Rosa von Lima, hat das Mädcheninternat mit den Schwestern, das den Namen der in Peru sehr verehrten Heiligen trägt, sein Patrozinium gefeiert. Am Fest der Kreuzerhöhung (14. September) feiert die Gemeinde in Mollepata Patrozinium, ein wirklich großes Fest mit einer Prozession durch den ganzen Ort.
Feliz Pascua - Ostergrüße aus Peru
In der Karwoche ist ganz Limatambo und Mollepata auf den Beinen. Bereits am Karmontag gibt es eine große Prozession, bei dem die Christusstatue durch den Ort getragen wird. Gründonnerstag Nacht waren die Jugendlichen des Internats und die Gemeinde eingeladen, den Film "Die Passion Jesu" anzuschauen - genau wie bei uns. Im Zeichen des Karfreitags steht der Kreuzweg. Alle Mitfeiernden ziehen mit dem großen Kreuz durch den ganzen Ort. Und dann wird Ostern mit einem festlichen Gottesdienst gefeiert.
Übrigens hat die bisherige Oberin Madre Mater unsere Partnergemeinde verlassen und arbeitet jetzt in einer neuen Gemeinde in Arequipa. Neue "Superiora" ist Madre Mar, die schon längere Zeit in der Schwesterngemeinschaft in Limatambo lebt.
Christus mansionem benedicat
Am 27.12. hatten sie sichtlich Spaß dabei, das Pfarrbüro einzuräuchern und ihre Lieder zu singen.
Wir wünschen den Kindern und Jugendlichen schöne Erfahrungen!
Sternsinger-Kollekte
Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Verantwortliche in den Gemeinden und Gruppen,
„Sternsinger für die Eine Welt“ – unter diesem Motto werden sich Anfang 2008 die Sternsinger zum 50. Mal auf den Weg machen. Dazu wird es an vielen Orten Sendungsgottesdienste und Dankfeiern geben. Die zentrale Eröffnung findet am 2. Januar 2008 im Kaiserdom
zu Speyer statt. Ein farbenprächtiger achtzackiger Stern steht im Mittelpunkt der bevorstehenden Aktion Dreikönigssingen. Er symbolisiert die Verbundenheit zwischen den Kindern in Deutschland und denen auf dem ganzen Erdball, denen seit 50 Jahren geholfen wird. Dabei geht es immer auch um die Freundschaft im Glauben.
Beim Besuch von Papst Benedikt XVI. vor wenigen Monaten in Brasilien wurde den Sternsingern zugerufen: „Macht weiter so!“ Diesen Aufruf richten wir heute an die Pfarrgemeinden, Jugendverbände und Initiativen: Unterstützen und begleiten sie die Sternsinger in ihrer
segensreichen Mission!
Für das Erzbistum Freiburg:
Robert Zollitsch, Erzbischof
Adveniat-Kollekte
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
vom 13. bis 31. Mai hat im brasilianischen Wallfahrtsort Aparecida die V. Generalversammlung der Bischöfe Lateinamerikas und der Karibik stattgefunden. In ihrer Schlussbotschaft schreiben die Bischöfe: „Jesus lädt alle ein, an seiner Mission teilzunehmen. Niemand soll mit verschränkten Armen abseits stehen!“ Diese Einladung richtet sich auch an uns. Wir sollen missionarisch Kirche sein und „das Reich Gottes verkünden, mit Kreativität und Mut.“
Adveniat begleitet und unterstützt Projekte, die die Mission Jesu Christi in Lateinamerika weiter tragen. Armut, Unrecht und Ausgrenzung sollen aus dem Geist des Evangeliums überwunden werden. Unser Augenmerk wird dabei in diesem Jahr besonders auf die indianische Bevölkerung gelenkt. Auch für sie gilt die göttliche Verheißung der Gerechtigkeit – „jetzt und für alle Zeiten“ (Jes 9,6).
Sie, liebe Schwestern und Brüder, können das Wirken der Kirche in Lateinamerika für das Recht auf ein menschliches Leben für alle auf diesem Kontinent mittragen. Wir bitten Sie auch in diesem Jahr wieder um eine großzügige Gabe bei der Weihnachtskollekte. Unterstützen Sie Adveniat, damit Adveniat in Lateinamerika helfen kann!
Für das Erzbistum Freiburg:
Robert Zollitsch, Erzbischof
Neues aus Peru
Richar schreibt in seinem neuesten Email:
Die Gemeinden bereiten sich Weihnachten vor - mitten im Sommer. Daran schließen sich die zweimonatigen Sommerferien an. D.h. für die Kinder und Jugendlichen des Internats: kKausuren, Abschlussprüfungen, Zeugnisse. Dann gehen sie über die Ferien zu ihren Familien in die umliegenden Dörfer.
Das CEO, damit sind die Werkstätten gemeint, in denen Richar Computerkurse gibt, feierte sein 7jähriges Bestehen.
In einigen "communidades" gingen zahlreiche Kinder zur Erstkommunion.
Gern denken sie alle noch an den Besuch aus Karlsruhe im August 07, über den sie sich riesig gefreut haben und wünschen uns ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Besuch aus Jekatarinburg
So hat Paul aus Jekaterinburg herzliche Grüße an die ganze Gemeinde geschickt und wird auch in Zukunft die Verbindung zwischen ULF und Sibirien halten. Mitte Juli fand für Paul dann die Aufnahmeprüfung am Musikinstrument Oboe statt, und es gab für ihn die Zeit und Gelegenheit, unsere Gemeinde etwas näher kennen zu lernen. Er besuchte den Sonntagsgottesdienst und nahm an der Fahrt der Frauengemeinschaft nach Wertheim teil. Dort gab es ein schönes Wiedersehen mit unserem früheren Gemeindereferenten Herbert Buhleier, der im Jahr 2004 zusammen mit einer kleinen Gruppe aus unserer Gemeinde Jekaterinburg und Sibirien besuchen durfte. Leider hat die Aufnahmeprüfung für Paul nicht geklappt – es waren wohl mehr als 10 Bewerber für die offenen 3 Studienplätze. Sonst hätten wir sicher einen engagierten Kirchenmusiker für unsere Gemeinde bekommen.
Dann erreichte uns am 4. September diese E-Mail:
Ich bin Kaplan in St. Anna, Ekaterinburg (Russland). Vor zwei Tage hat Pater Jaroslaw Mitzak uns mitgeteilt, dass Pfarrer Alfons Bechtold sich für eine Herzoperation vorbereitet. Hiermit setze ich Sie davon in Kenntnis, dass wir stets um gute Besserung für Ihren vorigen Pfarrer beten. Es ist schon zwei Gottesdienste für seine Gesundheit und guten Erfolg der Operation gefeiert worden. Unsere Laien, die an den Besuch Vaters Alfons in Ekaterinburg erinnern, beten immer wieder für ihn. Ich nehme diese Gelegenheit wahr, um Sie und Ihre Gemeinde für finanzielle Hilfe – nämlich für Geld für arme Leute, die Sie mit Paul Kadotschnikow übergegeben haben, der bei Ihnen im Sommer dieses Jahres zu Gast war – noch einmal zu danken.
Mit freundlichen Grüßen, Gregorius Fedoseev
P.S. Deutsche Übersetzung von Paul Kadotschnikow
"Wenn einer eine Reise tut..."
Nicht nur eine(r), sondern gleich 5 Frauen von St. Stephan waren im August 2007 unterwegs in Peru. Am Vorabend des Weltmissionssonntags berichteten sie vor ca. 50 interessierten Zuhörern von dem, was sie in den Partnergemeinden gesehen und erlebt hatten: eine große Herzlichkeit und Gastfreundschaft, Dankbarkeit und Interesse an dem Leben bei uns, Indio-Musik, die ans Herz geht, Taufen, Trauungen, Gottesdienste, viele Kinder, Armut, geringe Zukunftschancen.
Aber es tut sich auch etwas in den Partnergemeinden: ein Hof auf dem Pfarrhausgelände wurde überdacht, um einen zweiten Raum für die Jungen des Internats zu schaffen. Statt 10 Mädchen (wie beim letzten Besuch vor 3 Jahren) leben jetzt 19 mit den Schwestern zusammen, unter ihnen auch ein gehbindertes Mädchen. Als Ergänzung zum Internat, das den Kindern eine Schulbildung ermöglicht, läuft das Berufsbildungszentrum sehr gut, in dem der Lehrer Richar, dessen Gehalt von uns finanziert wird, u.a. Computerkurse anbietet.
Auch in der Kommune sind ermutigende Fortschritte zu verzeichnen. Die Zahl der Telefone im Dorf wurde vom einem auf drei erhöht, es gibt mehr Geschäfte an der Durchgangsstraße, einen Zahnarzt, eine neue Markthalle mit großem Angebot und ein Internetcafe.
Für diejenigen, die schon mehrfach in unseren Partnergemeinden waren, brachte der Besuch freudige Begegnungen mit ehemaligen Internatsschülern mit sich. Eleazar hat inzwischen ein Kunststudium absolviert, Erico hat Theologie studiert und ist zum Priester geweiht worden, andere haben Arbeit in verschiedenen Berufen gefunden oder eine Familie gegründet.
Wenn Sie noch mehr wissen wollen: Lesen Sie den ausführlichen Tagebuch-Bericht in unserem neuen Gemeindebrief, der demnächst erscheint oder schauen Sie sich die Fotos auf der Stellwand in St. Stephan an.

