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Gut gelandet

Wir sind wieder da! Einundzwanzig müde und glückliche Pilger haben sich am Mittwoch Abend vor St. Stephan verabschiedet, ein letztes Mal gedrückt und Gutes gewünscht. Nun gehen sie wieder nach Karlsruhe und Ulm, nach Forbach und Wien- eben dorthin, wohin der Herr sie sendet (Mt 28, 16ff).

Jerusalem hat an unserem letzten Tag alle Hitze aufgeboten und uns bei der ‚Ernte’-Runde von der herrlichen Dachterrasse vertrieben. Schade. Aber im kühlen Rittersaal fiel es deutlich leichter, sich noch einmal zu erinnern: an den Beginn der Reise, die schweißtreibenden Bergaufstiege und den aufgepeitschten See Gennesaret; an die Botschaft Jesu, die Gedanken des Matthäus und unsere Gespräche. Im Rückblick klärt sich manches und gewinnt Gestalt. Der Weg war nicht immer leicht: weder der äußere noch der innere. Manche Fragen fanden Antworten, andere wurden überhaupt erst aufgeworfen. Aber Jesus hat uns schließlich auch keine Ein-für-allemal-Sorglosgarantie versprochen, sondern ein Leben, für das sich die Suche und der Einsatz lohnen. Wirkliches Leben, das uns heil und weit macht.

Seine Verheißung, dass Er der ‚Gott mit uns’ ist, haben wir gespürt: Im Wort der Bibel, in den Gottesdiensten und in unserer Gemeinschaft. Wir haben viel miteinander erlebt, Erfahrungen geteilt, uns gegenseitig auf die Berge hochgezogen und in den ‚Tiefen’ zugehört und getröstet. Viel Achtung und Aufmerksamkeit war spürbar.

Auf der Fahrt zum Flughafen sind wir durch das sanfte Hügelland, die Shefela, gefahren, das sich von Jerusalem Richtung Mittelmeer erstreckt. Sonnenblumen- und Weinfelder säumten die Straße- ein schöner letzter Blick. Etwas ungemütlich waren die intensiven Gepäckkontrollen. Aber immerhin wirkten wir harmlos genug, dass niemand einer Ganzkörperkontrolle unterzogen wurde.

Ja- und nun sind wir wieder im Lande. Alle wohlbehalten. Die Dreckwäsche im Rucksack ist nichts gegen die überquellenden Erlebnisse in unseren Köpfen, gegen all das Schöne und Unerwartete, das uns geschenkt wurde. Gott sei Dank dafür.

Danke auch an unsere treuen virtuellen Reisebegleiter: Drei begeisterte Christen unserer Seelsorgeeinheit haben jeden Tag mit in der Bibel gelesen und uns per Mail mit ihren Ideen und Fragen ‚versorgt’. Das war prima- für sie und für uns. Auch sie haben heute traurig ihre ‚Reiseunterlagen’ zusammengepackt und freuen sich aufs Wiedersehen. Moderne Zeiten; Matthäus wäre sicherlich höchst angetan.

Danke schließlich auch an die vielen anderen, die uns mit ihren Wünschen begleitet haben, die Reise hier auf der Homepage mit verfolgt und sogar in der Bibel mitgelesen haben. Das war ein großes Stück Verbundenheit für uns. Und wenn jemand Lust hat, uns seine Erfahrungen zu schreiben; irgend etwas, was ihn dabei angesprochen oder beschäftigt hat, nur zu! wir freuen uns darüber: israel@mitte-sued-ka.de. Beim Nachtreffen im Juli werden wir ein paar der Rückmeldungen vorlesen.

Und nun? Nun wird das Kapitel 29 aufgeschlagen. Wer es nicht findet, schaue einfach auf sein Leben- da steht’s geschrieben.

Schalom!