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Bedeutung der Taufe

Die Taufe beinhaltet verschiedene Aspekte, zum Teil sehr verschiedene.

  • Sie ist das "Eingangstor" zur Kirche. Ohne sie können keine weiteren Sakramente empfangen werden.
  • Sie ist Eingliederung in die Gemeinschaft der Gläubigen.
  • Sie eröffnet die Zugehörigkeit zu Christus.
  • Sie bringt das uneingeschränkte Ja Gottes zum Menschen zum Ausdruck.
  • Sie verpflichtet die Eltern, für die christliche Erziehung ihres Kindes zu sorgen. 
  • Sie ist "Sakrament", d.h. sie bringt zeichenhaft und leiblich zum Ausdruck, was in der Taufe gefeiert wird: der Glaube ist wie eine innere Lebensquelle.
  • Sie markiert den Beginn des geisterfüllten Lebens des Menschen: Gott in mir.

Am besten kommt man der Bedeutung der Taufe auf die Spur, wenn man den Symbolen und Bildern des Taufgottesdienstes entlang geht:

Die Tür steht offen. Es braucht nur einen kleinen Schritt, um einzutreten. Die Taufe verlangt keine besonderen Zulassungsvoraussetzungen. Was hätte ein Baby auch schon vorzuweisen? Alles, was es braucht, ist Vertrauen, die Fähigkeit, sich von Gott beschenken zu lassen. Dann kann mit der Taufe ein Lebensweg beginnen, der in jedem Abschnitt anders aussieht. Aber überall lautet die Überschrift: "Du bist Gottes Kind".

Darum beginnen wir den Taufgottesdienst an der offenen Kirchentür.

Kirchentür
Taufkerze Das Licht einer einzigen Kerze genügt, um einen ganzen Raum hell zu machen. Das Licht eines einzigen Lebens genügt, um vielen Menschen Mut und Hoffnung zu schenken. Die Taufkerze wird am Licht der Osterkerze angezündet. Diese hat zum ersten Mal in der Osternacht gebrannt, jener Nacht, in der die ganze Christenheit den Sieg des Lebens über den Tod feiert. Die lebensverneinenden Kräfte behalten nicht die Oberhand. Gottes Liebe ist stärker, sie schenkt das Leben neu, immer wieder.

Wasser ist Leben.
Wasser erfrischt.
Wasser erneuert.
Wasser macht lebendig.
Das äußere Zeichen des Wassers deutet die innere Wirkung der Liebe Gottes an: Der Mensch braucht die Gottes Liebe, sein Ansehen, genauso notwendig wie Wasser. Wer sich dem öffnet, erfährt die Wirkkraft des Geistes im Leben.

Der Glaube wird zu einer inneren Quelle, aus der man jederzeit schöpfen kann.

Jordan
Osterkerze mit Namen der Täuflinge "Ein Christ ist kein Christ", hat der Theologie Karl Rahner kurz und bündig gesagt. Christsein lässt sich nur in Gemeinschaft leben. Die Gemeinschaft der Kirche wird dadurch begründet, dass alle dieselbe Taufe empfangen, dass alle sich auf die Nachfolge Jesu verpflichten. Es entsteht eine reichlich bunte Truppe. Das Vater Unser wird in unzähigen verschiedenen Sprachen gebetet, und doch ist es dasselbe Gebet. Diese gottgeschenkte Gemeinschaft ist die große Stärke der Christen - ein Vorblick auf das himmlische Jerusalem.
Bei jeder Taufe wird ein Band mit dem Namen des Täuflings und dem Taufdatum an die Osterkerze geknotet. So sieht man, dass die Gemeinschaft wächst.

Weg - Lebensweg: Mit der Taufe beginnt sozusagen "offiziell" der Weg mit Gott. Das ganze Leben ist ein Versuch, den Weg zur Mitte zu finden. Jeder Mensch braucht Begleiter auf diesem Weg. Darum ist die Taufe auch Verpflichtung der Eltern und Paten, für die religiöse Erziehung des Kindes Sorge zu tragen. Sie sollen dem Kind bezeugen, was sie selber von Gott erfahren haben. Und vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, selber wieder einige Fortschritte im Glauben zu machen...