Wie viele Brote habt ihr?
Gemeindereferentin Gertrud Beathalter berichtet von den Gottesdiensten:
„Die vorgeschlagene Liturgie zum diesjährigen Weltgebetstag war durchweg ansprechend und inspirierend gestaltet. Durch sie hindurch waren die Kraft und das tiefe Vertrauen der chilenischen Frauen im Glauben an Gott erfahrbar.
Wir durften uns bewusst machen, dass die Frage: „Wie viele Brote habt ihr?“ von den chilenischen Frauen ganz praktisch gedacht ist. Was kann jede/r von sich geben? Aus der Haltung, dass jede/r etwas zu geben hat, leben und handeln die Frauen, sind solidarisch und kämpfen gemeinsam um ein besseres Leben.
Diese Frage beschäftigte auch uns, traf uns mitten ins Herz. Und wir durften eine Vielzahl von Broten und Gaben in der Gottesdienstgruppe am Freitagabend sammeln. Die Lesung vom Teilen der Witwe von Sarepta (1 Könige 17,8-16) kann uns alle anregen zu teilen, auch wenn es noch so wenig ist. Denn aus wenig kann viel werden, so die Botschaft aus diesem Text. Beeindruckend war die spielerische Darstellung der Lesung, wie das Wort Gottes, durch ein blaues Tuch symbolisiert, sowohl von der Witwe als auch von Elija aufgenommen wurde.
Ansprechend und uns anrührend war auch der Segen, den wir uns paarweise mit Gesten zusagten: Gott segne dich, Gott schütze dich, Gott gebe dir Frieden.
Die Gottesdienste zum ökumenischen Weltgebetstag sind immer wieder ein Erlebnis und ich kann nur alle Interessierten einladen (nicht nur Frauen), sich den ersten Freitag im Monat März vorzumerken.“

